Eine Operation der Künste – Mozarts Zauberflöte

Ein gemeinsames Projekt von Studierenden aus über 10 deutschsprachigen Musikhochschulen, gefördert von der Gesellschaft der Freunde und Förderer

„Studierende aller Hochschulen vereinigt euch!“ Unter diesem Motto haben sich im vergangenen Sommer fünf Freunde aus Berlin, Frankfurt und Rostock zusammengefunden, um ihre Vision einer studentisch organisierten und inszenierten, fahrenden Opernproduktion zu verwirklichen. Mit einem Ensemble aus 15 Gesangssolisten, 25 Orchestermusikerinnen, 15 Chorsängern, einer Regisseurin und vielen weiteren Studierenden aus über 10 Musikhochschulen aus ganz Deutschland wurde das Projekt Ende März realisiert.

„Wir haben uns für Die Zauberflöte entschieden, da sie in deutscher Sprache verfasst wurde und aktuelle gesellschaftliche Themen behandelt: Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen, soziale Freiheiten – wie Gleichheit vor dem Gesetz, Toleranz, Meinungsfreiheit, Geschwisterlichkeit, moralische Konflikte, undurchsichtige Machtverteilungen in der Politik sowie oktroyierte Macht- und Stärkeverteilung zwischen den Geschlechtern“, erklärt Simon Scriba, Student der Universität der Künste Berlin und künstlerischer Leiter des Projekts.

„Es ist riesige Herausforderung, so viele Aufgaben auf einmal zu haben – ich spiele als Cellist im Orchester, kümmere mich um die Besetzung, stehe der Regisseurin zur Seite und betreue Reise und Unterbringung. Gleichzeitig macht es aber auch wahnsinnig viel Spaß und ist unglaublich spannend“, ergänzt Emil Riedel, der an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) studiert und vor allem für die Koordination der Vorstellung vor Ort verantwortlich ist.

Nach der Premiere im Joseph-Joachim-Saal der Berliner Universität der Künste führte das Ensemble seine Produktion am 24. März an der HfMDK auf. Die Gesellschaft der Freunde und Förderer der HfMDK Frankfurt am Main förderte die Inszenierung mit 2.000€. Zahlreiche private Förderer unterstützten das Projekt zudem über die Crowdfunding Plattform Startnext.